You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Die hier vorzustellende Veröffentlichung ist, obgleich sie im dortigen 〉Editorial〈 als »de facto […] Monographie« bezeichnet wird, nicht als Buch erschienen; sie füllt vielmehr Heft 51 der Zeitschrift Luzifer-Amor. Wie sich zeigen wird, wendet sie sich an Leser, die in einem spezifischen, vorwiegend editionswissenschaftlichen Sinne an Sigmund Freuds Texten interessiert sind. Ihnen hätte ein etwas ausführlicherer Untertitel, unter Verwendung der eingeführten Terminologie, womöglich klarer signalisieren können, was sie erwartet, nämlich: 〉Kritische Edition unter Berücksichtigung der Varianten, Erstabdruck der Erstfassung von 1919 sowie Kommentar und Deutung〈. Die Publikation besteht aus zwei Teilen ähnlichen Umfangs. Im ersten, von Ulrike May und Michael Schröter gemeinsam verantwortet, werden die sogleich näher zu beschreibenden Editionen präsentiert. Den zweiten Teil bildet eine nahezu achtzig Seiten umfassende Abhandlung von Ulrike May. Sie heißt: 〉Der dritte Schritt in der Trieblehre. Zur Entstehungsgeschichte von Jenseits des Lustprinzips〈.
Ehe ich, entsprechend der vornehmsten Aufgabe des Rezensenten, versuche, den Leser mit dem Inhalt der neuen Veröffentlichung bekannt zu machen, sei festgestellt, daß in diesem Falle die begleitende Einschaltung einiger kritischer, richtigstellender Kommentare notwendig ist, und zwar sogleich an Ort und Stelle, weil andernfalls unzutreffende oder überzogene Behauptungen scheinbar bekräftigt würden. Allerdings werde ich auf die Art und Weise, wie die beiden Autoren/Editoren mit meinen eigenen Forschungen zu Freuds Handschriften und insbesondere zu den überlieferten Manuskripten von Jenseits des Lustprinzips umgegangen sind, zusammenhängend erst am Schluß der Besprechung eingehen.
In seiner 〉Editorischen Vorbemerkung〈 stellt Michael Schröter, für Kenner verblüffend, gleich zu Beginn fest: »Der im Folgenden abgedruckte Text von Jenseits des Lustprinzips ist die erste kritische Edition einer Freud-Schrift […].« Selbst wenn man seine