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In den 1980er Jahren kam innerhalb der psychoanalytischen Gemeinschaft in Deutschland eine intensive Debatte über ihre Geschichte im Nationalsozialismus in Gang. Es galt, sich mit dem Abbruch der Beziehungen der nicht-jüdischen Mitglieder zu ihren jüdischen Kolleginnen und Kollegen und deren Vertreibung auseinanderzusetzen, mit der fortschreitenden Anpassung der DPG und der von ihr vertretenen Psychoanalyse an die Forderungen des NS-Regimes mit der fast vollständigen Eingliederung in das »Deutsche Institut für psychologische Forschung und Psychotherapie« (〉Göring-Institut〈). In diesem schmerzhaften, langwierigen Prozess historischer Erforschung und Selbstreflexion ging es auch um die Wiedergründung der DPG nach 1945 und deren provisorische Wiederaufnahme in die IPV, um die Rückbesinnung auf die Psychoanalyse Sigmund Freuds und die Auseinandersetzung mit der Neoanalyse Schultz-Henckes, um die Gründung der DPV im Jahr 1950 und deren Aufnahme in die IPV und schließlich um den Ausschluss der DPG auf dem Amsterdamer IPV-Kongress 1951. Damals schien die Spaltung der psychoanalytischen Bewegung in Deutschland besiegelt, und die Fachgesellschaften gingen getrennte Wege. Die nachfolgende Zeit, die von wechselseitigen projektiven Zuschreibungen als Folge einer abgewehrten Auseinandersetzung mit der belasteten Vergangenheit gekennzeichnet war, blieb in dieser Debatte der 80er Jahre zunächst ausgespart. Erst die zunehmende Annäherung der beiden Fachgesellschaften in den letzten 20 Jahren, die einherging mit dem Prozess der Annäherung der DPG an und ihre Wiederaufnahme in die IPV 2009 in Chicago, brachte hier eine Änderung. Jetzt entstand mehr Raum, miteinander über die jeweilige geschichtliche Entwicklung nach 1951 ins Gespräch zu kommen. Ein Meilenstein in dieser Annäherung und ein Ort gemeinsamer Reflexion war die Tagung der beiden Gesellschaften »100 Jahre Internationale Psychoanalytische Vereinigung - 100 Jahre institutionalisierte Psychoanalyse in Deutschland. Brüche und K