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Wir sind dankbar für die berührenden Worte, mit denen Max Eitingon Abschied aus der Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft genommen hat. Sie verbinden auch heute noch beide psychoanalytische Fachgesellschaften miteinander. So können wir gemeinsam den Verlust einer kontinuierlichen psychoanalytischen Kultur betrauern.
Indem die Deutsche Psychoanalytische Vereinigung und die Deutsche Psychoanalytische Gesellschaft ihre gemeinsame Geschichte von der Gründung der Berliner Psychoanalytischen Vereinigung (Aug. 1908) an bis zur Gründung der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung und dem Auszug ihrer Gründungsmitglieder aus der Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft (Dez. 1950) anerkennen, wird es auch möglich werden, sich ihrer konflikthaften Beziehungsgeschichte nach 1950 mit Respekt und Offenheit zuzuwenden.
Berlin, den 28. 06. 2008
Der Brief von Max Eitingon
DR. M. EITINGON
Berlin-Dahlem, Altensteinstr. 26
21. XI.33
Lieber Doktor Boehm,
Die Entwicklung der Dinge in unserer Vereinigung hat anscheinend zwangsläufig die Diskussion entschieden, die wir so lange geführt haben.
Ich hoffe Sie werden es zumindest begreiflich finden, dass ich nun einen Schritt tue, der mir sehr schwer fällt, sind doch die letzten 24 Jahre, deren Hauptinhalt die Arbeit für die Psychoanalyse in, mit und für unsere Gesellschaft war, wahrscheinlich der wesentliche und entscheidende Abschnitt meines Lebens.