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In den fünfziger Jahren konzentrieren sich DPG und DPV auf unterschiedliche Aufgaben, hier Patientenversorgung und -forschung und dort Ausbildung des psychoanalytischen Nachwuchses. Sie verhalten sich aber untereinander weitgehend friedlich koexistent, wofür die Metapher eines »Siamesischen Zwillingspaares« unter der Vorstellung herangezogen wird, dass sie sich (unbewusst) institutionell noch nicht klar getrennt haben. Erst als ab 1959/60 die DPG aus ihrem psychoanalytischen »Dornröschenschlaf« erwacht und internationalen Anschluss sucht, kommt es zu einem erbitterten Kampf der beiden Gesellschaften, in dem die DPV ihren alleinigen Besitzanspruch auf Psychoanalyse in Deutschland mit allen Mitteln verteidigt. Erst in diesem Prozess vollzieht sich die vollständige Trennung beider Vereine. Bis zur Erkenntnis des beiderseitigen Verwickeltseins in ein »Gruppenparanoid« sollte es noch bis in die Mitte der achtziger Jahre dauern.