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Die Autorin untersucht einige DPG- und DPV-Archivdokumente der ersten zwei Nachkriegsjahrzehnte, in denen es um Auseinandersetzungen von Psychoanalytikern beider Gesellschaften mit der Geschichte der Psychoanalyse während des Nationalsozialismus geht. In einem ersten Teil beschäftigt sie sich mit offenen, verbalisierten Auseinandersetzungen, die sich prototypisch als Versuche verstehen lassen, die gemeinsame Geschichte über wechselseitige Beschuldigungen aneinander abzuarbeiten. In einem zweiten Teil geht es um verborgene Auseinandersetzungen, die sich in den Dokumenten als Abkömmlinge des Unbewussten in Begriffen, Redewendungen und Assoziationen erkennen lassen. Auf diesem methodischen Weg hermeneutischen Erfassens unbewusster Sinnstrukturen lässt sich die Autorin von drei ausgewählten Topoi leiten: »Gewalt und Fruchtbarkeit«, »Radikalamputation« und »Das Räuberische, das Auffressen« zeigen etwas von den unbewussten Ängsten, Verleugnungen und projektiven Bewegungen, eine Abwehr, die gleichzeitig wie eine vorbewusste Annäherung an die Wahrnehmung der Teilhabe an einer schwer erträglichen Regression und Barbarei erscheint, die stattgefunden hatte.