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Am Anfang des von Anna Freud geführten Protokolls der Mitgliederversammlung von Zürich 1949 stehen die Eröffnungsrede und der Bericht des Präsidenten Jones, die nach Weltkrieg und Völkermord eine Grundstimmung von Verlust und Trauer vermitteln. Auch wenn sich die Mitglieder im weiteren Verlauf mit beeindruckendem Engagement um eine Entscheidung über den zukünftigen Status der DPG bemühten, finden sich doch Hinweise, dass viel Unausgesprochenes die Diskussion mitbestimmte. Eine schwierige Frage war, wie man sich von einem als Dissident betrachteten einzelnen Mitglied wie Schultz-Hencke befreit, wenn die IPV satzungsgemäß nur eine ganze Zweiggesellschaft aufnehmen oder ausschließen kann. Gezeigt wird anhand der Protokolle auch, wie sehr man aneinander vorbeigeredet hat, so dass in der Folge die einen eine »Reinigung« der DPG, die anderen eine »Visitation« in Berlin mit dem Ergebnis einer endgültigen Anerkennung als vollwertige Mitgliedgesellschaft erwarteten. Fazit der Textanalyse ist, dass die Mitgliederversammlung von Amsterdam 1951 mit ihrem Ausschluss der DPG zu einem einleuchtenden Ergebnis gekommen ist, dass es aber in Zürich wie in Amsterdam noch eine Überforderung der Beteiligten gewesen wäre, die tiefer liegenden Gründe, nämlich das Verhalten der »arischen« deutschen Analytiker gegenüber ihren jüdischen Kollegen ab 1933, offen zu benennen.