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Niemand hat größere Verdienste um die deutschsprachige Präsentation von Freuds Schriften nach dem Zweiten Weltkrieg als Ilse Grubrich-Simitis, die mit ihrem Buch Zurück zu Freuds Texten (1993) auch einen Meilenstein der Freud-Forschung vorgelegt hat. Es gereicht Ulrike May und mir zur Ehre, dass sie das Heft von Luzifer-Amor (Jg. 26, H. 51), das eine Neu-Edition von Jenseits des Lustprinzips (Freud 1920g) sowie eine Studie über den Entstehungsprozess dieser Schrift (May 2013) enthält, einer gründlichen Lektüre und ausführlichen Würdigung unterzogen hat.
Die Kritik allerdings, die in dieser Würdigung überwiegt, erscheint uns weithin unangemessen. In ihrem Buch hat Grubrich-Simitis unter vielem anderen erstmals die Manuskriptlage beschrieben, die wir im Einzelnen abgebildet und ausgewertet haben. Wir haben auf ihre Priorität hingewiesen, wie es den Regeln des wissenschaftlichen Zitierens entspricht1 - nicht irgendwo in Fußnoten oder am Ende, sondern jeweils am Anfang unserer Beiträge (LA, S. 8, 92). Und diese Hinweise, im Verein mit 21 weiteren, spezifischen Bezugnahmen, sollen ein Ausdruck der »Kunst« gewesen sein, »eine Quelle zu nennen und sie durch zerbröselnde Verweistechnik gleichzeitig in ihrem tatsächlichen Stellenwert zum Verschwinden zu bringen« (S. 687)? Das glaube, wer will. Wir meinen, Frau Grubrich-Simitis hätte es nicht nötig gehabt, ihr Licht unter einem Scheffel hervorzuholen, unter den wir es nicht gestellt haben.
Ihr Essay behandelt primär die editorische Seite unseres Projekts. Man erfährt aus ihm trotz seines Umfangs nur wenig über das ebenso wichtige Ziel, das der Aufsatz von Ulrike May verfolgt: aus einem sorgfältigen Vergleich der