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Die Verortung des Seelischen in einem »Binnenraum«, der als von einer »Außenwelt« prägnant abgegrenzt gedacht wird, und die Erforschung dieses Binnenraums durch Introspektion haben eine historische Dimension, deren Einschränkungen überwunden werden müssten. Die Aufwertung der »Tiefe« und die Abwertung der »Oberfläche« kann nur in einem Modell räumlicher Metaphern gedacht werden. An die Stelle der Leitdifferenz von »innen/außen« könnte die von »sichtbar/unsichtbar« treten. Neue, v.a. musikalische Metaphern eignen sich am ehesten, um die intensive Erfahrung der therapeutischen Situation zu beschreiben. Die vertikale Dimension behält ihr Recht in der Rekonstruktion einer Geschichte, die aber immer eine intersubjektive Aktualgenese (zwischen Analytiker und Patient) hat. Diese kann, unter Rückgriff auf neuere Befunde, durch Metaphern der Balance, des Rhythmus und der Resonanz beschrieben werden. Mit solcher Umstellung ihrer Leitdifferenzen könnte die Psychoanalyse die Illusion aufgeben, dass sie je den Binnenraum »ohne Welt« untersuchen könnte. Psychoanalyse findet in einer Welt statt, die phänomenologisch leichter erfahrbar wird (statt introspektiv verschlossen zu werden). Das resonante Unbewusste im Zusammenspiel mit der vertikal-historischen Dimension zu erforschen dürfte eine der größeren Zukunftsaufgaben der Psychoanalyse werden.