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Angesichts des steigenden klinischen Interesses für frühe Störungen und traumatisierte Patienten spielen neben dem dynamischen Unbewussten andere Konzepte des Unbewussten eine immer größere Rolle. Die Erkenntnis, dass Spuren von Erfahrungen, die in die Lebensgeschichte nicht eingewoben und daher auch nicht verdrängt wurden, trotzdem eine wesentliche Rolle im aktuellen Leben des Betroffenen spielen, führte zur Einsicht, dass diese Erlebnisse in der Behandlung versprachlicht werden müssen und erst damit in die Lebensgeschichte eingeordnet werden können. Nicht das Bewusstmachen von Verdrängtem, sondern die psychische Repräsentanz des Geschehens und dessen Einordnung in die Lebensgeschichte sollen erreicht werden. Daraus wird oft der Schluss gezogen, dass hier eine Modifikation der Behandlungstechnik angebracht sei. Obwohl dies angesichts der unterschiedlichen Ziele-Unbewusstes bewusst zu machen und Bewusstseins- bzw. Unbewusstseinsfähiges erst herzustellen-plausibel erscheint, wird dies bei näherer Betrachtung der Methode, insbesondere des szenischen Verstehens, fraglich. Szenisches Verstehen mit dem erweiterten Blickwinkel auf die gesamte Szene ist prädestiniert für die Arbeit mit Patienten mit frühen und traumatischen Störungen.