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Der heuristische Wert des Konzepts des gesellschaftlich Unbewussten besteht darin, dass es Mittel zur Verfügung stellt, die alte Frage zu beantworten, wie eine Minderheit über eine Mehrheit herrschen kann, ohne auf Zwang und Gewalt zurückgreifen zu müssen. Ausgehend von Freuds Totem und Tabu wird das Scheitern revolutionärer Bewegungen auf deren unbewusste Identifikationen mit dem gestürzten Regime zurückgeführt. Anschließend wird Freuds Ansatz vom Antagonismus von Familie und Kultur und ihren zentripetalen und zentrifugalen Tendenzen erläutert. Am Beispiel von Shakespeares Romeo und Julia wird Freuds Antagonismus-These illustriert und der phantasmatische Charakter der Familie aufgezeigt. Die Gefahr besteht, dass die Affinität von Adoleszenz und gesellschaftlich Unbewusstem destruktive Wirkungen zeitigt.