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Sind Psychoanalytiker unsterblich?
Es kommt nicht so oft vor, dass mich ein Buch dermaßen fesselt, dass ich es in einem Rutsch von vorne bis hinten durchlese. Mit der »leeren Couch« ist es mir so gegangen, vielleicht auch, weil ich »Betroffener« bin: dieses Jahr erreiche ich das allgemeine Rentenalter.
Gabriele Junkers, die sich seit den neunziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts mit Fragen des Alterns befasst, legt hier als Herausgeberin einen Sammelband vor, der eigentlich längst überfällig ist, der ein »bis jetzt weitgehend vernachlässigtes und heikles« (Marino, S. 205), zentrales Problem thematisiert und der in die Hand jedes verantwortlichen Psychoanalytikers - aus sprachökonomischen Grüden verwende ich durchgängig die männliche Form, dabei sind die Frauen immer mitbedacht - gehört. Denn jeder von uns ist unausweichlich später oder früher davon tangiert.
Wenn man Gabriele Junkers und den internationalen Autoren und Autorinnen, die zu diesem verdienstvollen Buch beigetragen haben, folgt, dann gibt es