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Zum dritten - und vorläufig letzten - Mal luden das Collegium Hungaricum (CHB) und die DPV gemeinsam nach Berlin ein, um die Geschichte der Beziehungen zwischen den beiden psychoanalytischen Zentren Budapest und Berlin zu erforschen. Nachdem es 2008 um die MÖglichkeit einer Psychoanalyse unter totalitären Bedingungen in der Zeit nach 1945 gegangen war und 2010 um den »psychoanalytischen Aufbruch« zwischen 1918 und 1920, stand dieses Mal die »Emigration der Psychoanalyse« im Vordergrund. Dass es dabei zuallererst um die Emigrationsschicksale von Psychoanalytikern und Psychoanalytikerinnen gehen würde, lag auf der Hand. Im Verlauf der Tagung aber zeichnete sich ab, wie stark das Faktum der Emigration die Entwicklung der Psychoanalyse selbst bestimmt hat und bis heute bestimmt.
Mit seiner Erinnerung an den 1936 nach Großbritannien emigrierten jüdischen Psychoanalytiker Hans Erich Haas , der am Berliner Psychoanalytischen Institut ausgebildet worden war und danach in KÖln gearbeitet hatte, berührte der DPV-Vorsitzende Christoph E. Walker in seiner Begrüßung gleich zu Beginn ein Konglomerat höchst zwiespältiger Gefühle, die in den kommenden knapp eineinhalb Tagen weiter ausgelotet werden sollten. In England freundlich empfangen, musste Haas nochmals Medizin studieren, um ärztlich-analytisch praktizieren zu können, und ließ sich auf Anraten von Ernest Jones in Birmingham nieder, damit die Psychoanalyse auch in der Provinz vertreten wäre. Haas, der bis 1936 Mitglied des Berliner Instituts war und erst nach Aufforderung »wie gewünscht« seinen Austritt erklärt hatte, wurde 1970 weder zur 50-Jahr-Gedenkfeier dieses Instituts eingeladen noch zur Gründung der Psychoanalytischen Arbeitsgemeinschaft KÖln-Düsseldorf. Man hatte ihn vergessen. Nun, im Jahr 2012, war es seine Tochter Dorothy J. Williams, die als Ehrengast an dieser Tagung teilnahm.
»Gib niemals auf!« lautete der Titel der sehr persönlichen Eröffnungsrede wie auch das Credo des 1928 in Ungarn geborenen, in Schweden ansä