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Es ist hier von einem bemerkenswerten Buch der beiden Psychoanalytiker Ulrich Bahrke (Frankfurt/Zürich) und Karin Nohr (Berlin) zu berichten. Bemerkenswert, weil es in der Form eines grundlegenden Lehr- und Praxisleitfadens für ein modifiziertes analytisches Psychotherapieverfahren sowohl in formaler als auch inhaltlicher Sicht in der sehr differenzierten und gründlichen Darstellung ausgesprochen gelungen ist. Die Autoren schreiben in ihrer Einleitung, dass sie »im Einklang mit der modernen Therapieforschung […] nicht nur die Auffassung vom Primat der therapeutischen Beziehung als mächtigstem Wirkfaktor der therapeutisch induzierten Veränderung, sondern die einer von komplexen Übertragungsprozessen bestimmten Beziehung, die des reflektierten Verstehens bedarf, [vertreten]« (S. 2f.). Die von ihnen detailliert dargestellte psychodynamisch orientierte katathym imaginative Psychotherapie (KIP) ist eine Weiterentwicklung des von Hanscarl Leuner entwickelten »Katathymen Bilderlebens« und hat heute in der vielfältigen Psychotherapielandschaft in Ausbildung und Praxis einen nicht geringen Stellenwert.
Nach einer kurzen Einleitung mit der Definition von Imaginationen und ihrer wichtigen Rolle in der seelischen Entwicklung wird das Grundprinzip der KIP praxisnah dargestellt (3. Kapitel). Es folgen sehr ausführliche Behandlungsberichte einer Kurzzeittherapie (4. Kapitel), einer tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie (5. Kapitel) und einer analytischen Psychotherapie (6. Kapitel), Behandlungen, in denen die Arbeit mit Imaginationen neben dem grundsätzlichen psychoanalytisch orientieren Vorgehen eine mehr oder weniger große Rolle spielte. In einem umfangreichen Kapitel wird dann die Arbeit mit therapeutischen Imaginationen auf eine sehr detaillierte Weise dargestellt,