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Wenn etwas dort ein Leitfaden zu sein beansprucht, wo ein Metaleitfaden (nämlich eine vergleichende Übersicht der vorliegenden Literatur; S. 566f.) nötig wäre, stellt sich die Frage: Wozu ein weiteres Buch? Adlers Beitrag zeichnet sich in deskriptiver Hinsicht durch zwei Spezifika aus: zum einen durch den Charakter eines Kompendiums, in welchem neben Anleitungen zum Berichtschreiben auch alle Vorschriften und Formulare bis hin zu den Psychotherapierichtlinien zu finden sind; zum anderen durch die beigefügte Software »Antrag-Pro«, zu der weiter unten einige Bemerkungen gemacht werden. Adler stützt seine Ausführungen - neben der Tätigkeit als Psychoanalytiker und Psychotherapeut - auf Erfahrungen als Berichtschreiber und -Supervisor. Im Verlauf des Buches erhält man zudem in Form von »Profitipps« Einblicke in seine eigene Vorgehensweise.
Das Werk gliedert sich in sechs Kapitel (Theorie des Antragsverfahrens, praktischer Teil mit Anleitungen, Beispielteil, Anleitung zu den benötigten Formularen, häufig gestellte Fragen und Erörterung von Antrags-Hilfsmitteln) und einen Anhang. Den Kern bildet das zweite Kapitel, der »praktische Teil«, in welchem der Autor auf knapp 200 Seiten die erforderlichen Gliederungspunkte des Berichts benennt, Vorschläge zum Vorgehen beim Verfassen macht und Beispiele gibt. Dies geschieht für Erst- und Umwandlungsantrag, für den Antrag auf Kurzzeittherapie, für Fortführungsantrag und Ergänzungsbericht - jeweils für Erwachsenen- sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie unter Berücksichtigung der Besonderheiten bei einem Antrag auf gruppenpsychotherapeutische Behandlung (und der Beihilfebestimmungen). Ein Fokus liegt darauf, die Gliederungspunkte Biographie und Psychodynamik aufeinander zu beziehen. Dabei stützt Adler sich auf Strukturierungen, die von Poluda-Korte (S. 39f.) und Mentzos (S. 47) vorgeschlagen worden sind.
Adlers Darstellung weist eine ganze Reihe von Stärken auf: Zu nennen sind neben der grundlegenden leitenden Struktur etwa die