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Mit dem Thema »Bions Spätwerk« greift das International Journal of Psychoanalysis seine Diskussion über Bion von 2005 (veröffentlicht im ersten deutschsprachigen, 2006 noch bei edition diskord erschienenen Auswahlband) wieder auf mit dem Ziel, diese zu vertiefen und weiterzuführen. R. Vermote und D. Taylor zeigen uns, wie der »späte« Bion auf der Suche nach einem verborgenen grundlegenden Seinsprinzip (O) mit einem neuen Ansatz radikaler Offenheit über sein Konzept der Entwicklung des Denkens (K) hinauswuchs, was sich auch in seinem persönlichen Neubeginn mit 72 Jahren in Berkeley (Kalifornien) ausdrückte. Die Autoren versuchen, uns dieses Konzept der Transformationen in O (T [O]) nahezubringen. Vermote, indem er T (O) mit zwei Fallbeispielen illustriert, wobei er uns nicht vorenthält, dass Bion selbst zu dieser Zeit keine Fallbeispiele mehr anführte, weil es ihm nicht darum gegangen sei, etwas zu beweisen. Taylor, indem er durch seine differenzierte und taktvolle Kritik an Vermote diesen dazu anregt, seine Gedanken deutlicher herauszuarbeiten, wobei er auch auf das Beschwerliche und Herausfordernde in Bions später Theorie hinweist. Beide Autoren vermitteln eine Ahnung von diesem schwierigen, teilweise kryptischen Konzept des »späten« Bion, das viele Fragen offenlässt und gerade dadurch zum Weiterdenken anregt. Die Haltung, die Bion vom Analytiker fordert, um in Kontakt mit dem Wesen seines Patienten zu kommen, damit T (O) geschehen kann, ist eine Haltung des Zutrauens, des Staunens, der Intuition und der Ahnung, um psychische Veränderung zu ermöglichen. T (O) können wir »nicht willentlich herbeiführen, wir können sie nur zulassen« (Vermote, S. 75). In diesem Konzept erreicht Bions viel zitiertes »no memory, no desire, no understanding« in Verbindung mit der »negative capability« eine Radikalität, die sich überaus fruchtbar auf die nachfolgenden Analytikergenerationen auswirkte und noch auswirkt. Ganz im Sinne des »späten« Bion, der mit seiner sokratischen Fragehalt