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Autobiographien von Psychoanalytikern sind eher eine Seltenheit. Dies hängt sicherlich mit dem zurückgezogenen »Leben hinter der Couch« zusammen, das von außen betrachtet nicht gerade ein besonderes oder gar heroisches Leben ermöglicht. Die Ankündigung im Klappentext, dass »der große indische Psychoanalytiker […] in diesem Band sein eigenes Leben gleichsam »auf die Couch«« lege, ist insofern irreführend, als Kakar, der zwar zur kleinen Gruppe indischer Psychoanalytiker gehört, seinen mittlerweile bedeutenden Ruf vor allem seinen von der Psychoanalyse inspirierten sozialpsychologischen Untersuchungen (beispielsweise Kindheit und Gesellschaft in Indien, ; Schamanen, Heilige und Ärzte, ; Die Gewalt der Frommen, ) und in letzter Zeit auch seinen Romanen (Kamasutra oder die Kunst des Begehrens, ; Der Mystiker oder die Kunst der Ekstase, , oder Die Frau, die Gandhi liebte, ) verdankt. Betrachtet man also seinen Lebensweg als eine teilweise dramatische Entwicklung zum Gelehrten, Schriftsteller und Psychoanalytiker, dann kann man durchaus die außergewöhnlichen Aspekte dieses Lebens entdecken und sie als Leser in seiner Autobiographie nachvollziehen.
Ihr Titel Die Seele der Anderen mag Assoziationen an den Oscar-prämierten deutschen Film Das Leben der Anderen wecken, der ja als ein nachträglicher, vor allem westlicher Blick, aus dem vereinten Deutschland auf die untergegangene DDR aufgefasst werden kann - also auch eine Auseinandersetzung zwischen Ost und West. Die Beziehung zwischen Ost und West - in Kakars