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Spätestens seitdem Antonino Ferro die Analytiker mit einer passapomodoro verglichen hat - dem Küchengerät, das die Tomaten, Beta-Elemente der Patienten, in eine Tomatenpassata zu transformieren hilft, mit der weitergekocht werden kann -, ist die Rede von der Küche des Analytikers geläufig geworden. Viele sprechen heute davon, dass die Subjektivität des Analytikers ein konstitutiver Teil seiner Arbeit ist und dass auch die Darstellung seiner Arbeit einer Subjektivierung bedarf. Ralf Zwiebel erlaubt in seinem neuen Buch nicht nur einen tiefen Blick in seine analytische Küche. Er versucht auch, die Qualität psychoanalytischen Kochens in den Blick zu nehmen und auszuformulieren. Die Art und Weise, wie er die methodischen Elemente der Psychoanalyse mit der Subjektivität des Analytikers verbindet, macht sein Buch zu einer so neuartigen Diskussion der psychoanalytischen Kochkunst, dass es das Zeug zu einem Standardwerk hat.
Die Grundidee ist frappierend einfach und überzeugt unmittelbar: Zwiebel fragt nicht nach dem überzeitlichen Erwerb des Prädikats »guter Psychoanalytiker«, sondern nach den Bedingungen und Gefährdungen dessen, was es bedeutet, in der analytischen Situation Analytiker zu werden und Analytiker zu bleiben. Der Fokus auf die Stunde erlaubt es ihm, den subjektiven Faktor und die methodischen Elemente des analytischen Arbeitens auf konkrete Weise zusammenzubringen. Diese Perspektive ist derart naheliegend, dass der Leser sich fragt, weshalb niemand vor ihm darauf gekommen ist. Natürlich gibt es vielfältige Vorarbeiten dazu, auch in Zwiebels eigenem Werk. Doch mir ist keine Arbeit bekannt, die auf so differenzierte und einleuchtende Weise die Verknüpfung von Methode und Subjektivität in den Blick nimmt.
Der traditionelle Weg, Qualitätsfragen in der Psychoanalyse zu beantworten, ging von einem Blick nach oben aus. Man suchte nach Autoritäten und nach maßgeblichen Theorien, an denen man sich orientieren konnte und anhand derer gesagt werden konnte, was richtig ode