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25 Jahre, oder ein Vierteljahrhundert, sind eine lange Strecke. Nicht zuletzt für eine Zeitschrift, die sich auf einem kleinen, jedenfalls überschaubaren Feld bewegt und zu keinem Zeitpunkt ihrer Existenz auf die Gunst eines größeren Publikums spekulieren konnte. Nicht allen, zumal intellektuell ambitionierten, Periodika ist es vergönnt, sich auf Dauer zu etablieren. Dass Luzifer-Amor, 1987 von dem Tübinger Verleger Gerd Kimmerle gegründet, dieses Kunststück gelungen ist, spricht einerseits für Seriosität und Solidität des Unternehmens, zum andern aber auch für ein anhaltendes Interesse an der Erforschung der Geschichte einer Disziplin, die in den letzten Jahren viel von ihrem einstigen Nimbus eingebüßt hat. Dass die Psychoanalyse in der öffentlichen Wahrnehmung in die Defensive geraten ist, ist ja wahrlich kein Geheimnis und nicht zuletzt an den sinkenden Auflagenzahlen psychoanalytischer Zeitschriften abzulesen. Umso erfreulicher ist der vitale Auftritt von Luzifer-Amor mit seinem fünfzigsten Heft. Ad multos annos!
Während in den frühen Jahrgängen der thematische Rahmen der Zeitschrift ziemlich weit gesteckt war und auch anspruchsvolle theoretische und theoriewie ideengeschichtliche Beiträge Platz fanden, hat sich der Horizont in den letzten Jahren inhaltlich merklich verengt. Der heutige Herausgeber Michael Schröter, der sich als Historiker der Psychoanalyse auch anderweitig einen erstklassigen Ruf erworben hat, spricht im Editorial von einem Prozess der