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Wie unheimlich ist die Beschneidung?
In ihrem Vorwort erinnern die Herausgeber an die großen Kontroversen, in denen seit 1945 »Geschichte wiederkehrt«: den Streit um die filmische Darstellung der Nazizeit in der TV-Serie Holocaust, den sogenannten Historikerstreit, die Darstellung eines »reichen Juden« in Faßbinders Der Müll, die Stadt und der Tod und die Walser-Bubis-Debatte. Die Auseinandersetzung um Daniel Goldhagens Buch Hitlers willige Vollstrecker ließe sich noch hinzufügen. Das Urteil des Kölner Landgerichts vom 7. Mai 2012, das die religiös motivierte Beschneidung zu einer strafbaren Handlung erklärte, hat eine neue radikale Diskussion in Gang gesetzt und noch kein Ende gefunden. Im Kampf um das Kindeswohl und die Menschenrechte wurde der Zusammenhang der Beschneidungsdebatte mit dem Zivilisationsbruch 1933-1945 bisher unzureichend reflektiert. Dieses Buch schafft eine dringend notwendige Abhilfe.
In ihrer »Einleitung: Von der Wiederkehr des Verdrängten« nehmen die Herausgeber die in der Psyche (61, 1118-1127; 62, 178-183 und 483-494) wiedergegebene