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Wir untersuchen das Phänomen der Enactments unter dem prozessorientierten Blickwinkel unserer therapeutischen Methode. Da wir davon ausgehen, dass Enactments in den ständigen Fluss des nicht-linearen Prozesses der Dyade eingebettet sind, konzentrieren wir uns auf den subtilen Austausch zwischen Patient und Analytiker sowie auf die Bedeutsamkeit jener Augenblicke, die wir als Jetzt-Momente bezeichnet haben. Wir formulieren eine Alternative zu dem Modell dissoziierter Selbst-Zustände und betonen die im körperlichen Verhalten und im Beziehungsstil Ausdruck findenden impliziten Erinnerungsprozesse. Wir vertreten die Ansicht, dass Veränderung zustande kommt, indem neue relationale (das heißt, prozedurale) Fähigkeiten innerhalb einer therapeutischen, auf inklusiveren Ebenen selbstorganisierenden Beziehung auftauchen. Enactments als emergente Eigenschaft der Dyade zu verstehen bedeutet, sich nicht auf die Ebene der individuellen Systemkomponenten zu konzentrieren, sondern das Geschehen als eine Eigenschaft des Gesamtsystems zu betrachten, ohne das es keine emergente Eigenschaft gäbe. Wir plädieren außerdem dafür, den komplexen Prozess des Innewerdens einer Gestalt relationaler Bedeutung als Integration von Wahrnehmungen, Gefühlen, Bildern und Vorstellungen, Empfindungen, Phantasien, Gedanken und Intuitionen mit dem Begriff Beziehungserfassung zu bezeichnen. Wir illustrieren unsere Sichtweise anhand zweier kurzer Fallberichte aus der Literatur.