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Psychoanalytiker waren lange der Ansicht, dass frühe traumatische Erlebnisse sich bis ins Erwachsenenalter auswirken, obwohl die Natur dieser Auswirkungen umstritten blieb. Die unmittelbaren Auswirkungen eines Traumas aus der frühen Kindheit sind bekannt. Bemerkenswerterweise fehlen jedoch Längsschnittdaten zu den Repräsentationen und Symptomen eines Traumas über die Zeitspanne von der frühen Kindheit bis zum Erwachsenenalter. Die vorliegende Darstellung berichtet über ein Mädchen, das im Alter von einem Jahr zum Zeugen des Todes seiner Mutter durch eine Briefbombe wurde und das bis zum 24. Lebensjahr beobachtet werden konnte. Szenische Wiederholungen dieses traumatischen Vorkommnisses im Spiel sowie verbale Beschreibungen machten deutlich, dass sich das Kind bis ins Alter von sechs Jahren dieses Vorkommnis explizit und bewusst zu repräsentieren vermochte. Wie sich zeigen lässt, traten bei dem Mädchen zudem bis zu dieser Zeit die für eine posttraumatische Belastungsstörung und eine Unterbrechung seiner normalen Entwicklung charakteristischen Symptome auf, also wiederkehrende Flashbacks und Albträume, Ängste vor Reizauslösern, die mit dem Trauma assoziiert wurden, das Vermeiden von Erinnerungen an das Trauma, eine Übererregung, Störungen in ihrer Bindungsfähigkeit und intensive Trennungsängste. Die Entwicklung ihrer Symptome und der Repräsentationen des Traumas wird weiter geschildert, ausgehend von ihrer späten Kindheit über ihre Adoleszenz bis hin zum frühen Erwachsenenalter. Obwohl sich bestimmte implizite Repräsentationen und Symptome bis in die späte Adoleszenz erhielten, darunter zwei auf das Trauma zurückgehende allgemeine Ängste, versetzten seine psychische Widerstandsfähigkeit und Entschlossenheit sowie die starke Unterstützung seiner Adoptiveltern das Mädchen in die Lage, mit seinen frühen traumatischen Verlusten in bemerkenswerter Weise fertig zu werden.