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In das Paradox von »Unrepresented States« will ich einleiten mit der Frage, was man über sie sagen könnte, da sie doch »nicht-repräsentiert« sind, einerseits, andererseits damit etwas klinisch Relevantes zu formulieren versucht wird. Die Frage, wer formuliert was über wen, wird damit besondere Aufmerksamkeit fordern. Zur Illustration setze ich kleine Episoden an den Anfang.
In einer Karikatur über Drogensucht sieht man einen Junkie, der sich einen Eimer über den Kopf gestülpt hat, der Untertitel lässt ihn ausrufen: »Ist jemand hier?« Der leere Eimer als leerer Spiegel, das Selbst, das sich nicht vernehmen kann, nicht präsent-werden kann also - und dennoch ist dieser Zustand durch die Karikatur darstellbar und jeder kann sich vorstellen, was damit gesagt werden soll.
Im Roman Nacht ist der Tag von Peter Stamm erleidet eine Frau einen Verkehrsunfall, nach dem sie mit schweren neurologischen Schädigungen im Krankenhaus aufwacht. Ihr ganzes Leben hat sich verändert. Sie erkennt die Gegenstände ihrer persönlichen Welt. Aber etwas fehlt und sie sucht es mühevoll in Worte zu fassen: »Es ist alles noch da, sagte sie, nur ich bin weg.« Sie ist sich selbst abhanden gekommen. Ihr Selbst kann sich nicht erfahren, sie kann sich nicht selbst repräsentieren, lebt plötzlich in einem »unrepresented state«. Aber den kann sie, so jedenfalls der Autor, in diesem Satz noch formulieren.
In einem Vortrag auf der Jahrestagung der DPG 2014 berichtet M. Fakhry Davids aus London von einem Patienten in guter gesellschaftlicher Position, der anderen Männern, besonders Schwarzen, zwanghaft auf die Genitalien starren muss. Er ist Sohn einer Weißen und eines Schwarzen, der sich bald nach der Geburt davongemacht hat. Davids spielt alle möglichen Varianten durch, der Patient ist nicht homosexuell, er ist nicht verwahrlost, er ist in seiner Familie erkennbar geliebt und gefördert worden. Die Mutter aber hasste den Vater - und von daher erschließt sich allmählich der Zusammenhang. Der Vater hat seinem So