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Die psychoanalytische Ausbildung, ihre Strukturen und deren Reform sind innerhalb der psychoanalytischen Community seit Dekaden ein kontrovers diskutiertes Thema, das zuzeiten breiteres Interesse gewinnt und dann wieder in den Hintergrund gerät, wobei dieser Verlauf selbst zum Thema geworden ist: Ist die psychoanalytische Ausbildung überhaupt reformfähig? In letzter Zeit ist es vor allem die Lehranalyse, die wieder vermehrtes Interesse auf sich zieht, fokussiert auf die Frage des besonderen Status des Lehranalytikers. Eigentlich ist die Lehranalyse eine persönliche Analyse, die der psychischen Weiterentwicklung des Ausbildungskandidaten dienen soll, und doch ist sie durch ihre Einbindung als obligatorische Ausbildungsanalyse in die psychoanalytischen Institute zugleich mehr und birgt, was die Prinzipien einer analytischen Behandlung betrifft, Widersprüche in sich, die - wie von einigen immer wieder hervorgehoben - destruktive Konsequenzen haben können.
Mit diesem Thema beschäftigt sich die Arbeit von Andreas Herrmann. Er zieht aus der Dauerdiskussion des Themas die Konsequenz, dass es eine Illusion sei, die Widersprüche im Verhältnis von Lehranalyse und Institution vollständig auflösen zu können. Beide stünden in einem paradoxen Verhältnis zueinander, das als unaufhebbar anerkannt werden müsse. Wir haben Ralf Zwiebel und Georg Bruns gebeten, zu dieser These der Paradoxie Stellung zu nehmen.
Thomas Pollak findet in der Verfasstheit unserer psychoanalytischen Institute implizite religiöse Phänomene. Sie bilden für ihn einen wesentlichen Faktor für die Probleme, mit denen wir in der Ausbildung und in der klinischen Praxis konfrontiert sind.
Jill Scharff und David Scharff stellen ihr affektbasiertes Ausbildungsmodell vor, das sie an ihrem International Psychotherapy Institute in den USA zunächst für die Ausbildung psychoanalytischer Psychotherapeuten entwickelt und dann auf die psychoanalytische Ausbildung ausgedehnt haben. Es ist ein alternatives Modell, das anders als da