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Vor dem Hintergrund von Freuds Religionskritik stellt der Autor zur Diskussion, ob sich in der Psychoanalyse, insbesondere in ihren Institutionen, implizite religiöse Phänomene beobachten lassen. Er sieht einige Charakteristika religiöser Gruppenbildung am Werk, die sich in einem Konformismus und Dogmatismus niederschlagen und sich auf die klinische Praxis, die Ausbildung und auf das Verhältnis zur universitären Wissenschaft negativ auswirken. In einem zweiten Teil werden die Ursachen dieser latenten Religiosität diskutiert: Der Autor sieht sie zum einen in den historischen Entstehungsbedingungen der psychoanalytischen Bewegung, zum anderen in einer Idealisierung der psychoanalytischen Situation.