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Ausgehend von kritischen Einwänden gegen bestehende Methoden der psychoanalytischen Ausbildung, stellen die Autorin und der Autor das affektbasierte Lernmodell vor, eine experimentelle Methode für das Lehren und Erlernen der psychoanalytischen Theorie und ihrer klinischen Anwendung sowohl in der Psychoanalyse als auch in der analytischen Psychotherapie, bei der ein mehrkanaliger Vermittlungsansatz, die Reflexion von Prozessen, die in einem Gruppensetting ablaufen, und das Erfahrungslernen zum Einsatz kommen. Das Modell gründet auf einer interaktiven, aus der Objektbeziehungstheorie abgeleiteten Theorie des mentalen Systems, auf Ergebnissen der Säuglingsforschung zu Affektregulierung und -entwicklung, auf der analytischen Gruppentheorie, der Verbindungs- und Feldtheorie und der Chaostheorie. Autorin und Autor schildern Beispiele dafür, wie Konzepte mittels der affektiven Gruppen-Lernerfahrung vermittelt, demonstriert und validiert werden. Diese Form der Ausbildung erfolgt, da an traditionellen Ausbildungsinstituten alternative Modelle schwer zu entwickeln und umzusetzen sind, in einem systemisch offenen Setting, das an den Kriterien der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung (IPV) für die Zertifizierung von Analytikern orientiert, aber nicht auf sie eingeengt ist. Das affektbasierte Modell des Lernens, das für die didaktische Aufgabe der Vermittlung der Objektbeziehungstheorie entwickelt worden ist, wird hier im Hinblick auf seine Anwendbarkeit in traditionellen psychoanalytischen Instituten vorgestellt und diskutiert.