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Der Autor skizziert ein metapsychologisches Verständnis der Psychoanalyse als einer Wissenschaft vom Verleugnen, vom mangelnden Triebverzicht. Anknüpfend an Freuds ursprüngliche Traumatheorie versteht er den narzisstischneurotischen Anteil psychischer Erkrankungen als aktiven Bewältigungsversuch der widrigen Botschaften, der »Missgriffe« (Freud) der Erwachsenen. Er beschreibt die existenzielle Bedeutung der abwehrenden und die Autonomie sichernden Bewältigung (Verleugnung, Idealisierung, illusionäre Autonomie) und deren Preis: wie sich das Ich »zerklüftet« (Freud) und der Charakter der Sprache als Medium der realistischen Selbstvergewisserung zerstört wird. Aus dieser Perspektive werden die therapeutischen Schwierigkeiten geschildert und die Notwendigkeit beschrieben, für Abstinenzverletzungen explizit Verantwortung zu übernehmen, zum Beispiel in Form eines Metadialogs. Abschließend charakterisiert der Autor Winnicotts »gut genug« als Abstinenzversprechen, als ethische Verpflichtung.