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Encore / Noch einmal, so lautete es in der Ankündigung, werde ausführlich diskutiert über Jacques Lacan und Alfred Lorenzer, über das Unbewusste, die Sprache, den Trieb und das Begehren. Encore, das ist zuvorderst eine Anspielung auf Lacans Seminar aus den Jahren 1972/73, das, wie Robert Heim in seiner Einführung erinnert, mit Mehrdeutigkeit spielt. Encore, die Wiederholung, die Zugabe, die Inkorporation oder Verkörperung. Schließlich encore, die Programmatik der Psychoanalyse selbst, nach Freud, zurück zu Freud. Eben diese Lacansche Rückkehr zu Freud ist postwendend auf die Kritik eines Alfred Lorenzer gestoßen, der ihr eine Trennung vom Soma, eine Trennung von sprachlich und körperlich vermittelter Arbeit und Interaktion vorwirft (vgl. Heim 1980, S. 927ff.). Als ob »nicht objektive gesellschaftliche Prozesse (dieser Gesellschaft auf diesem geschichtlichen Stand) die Form subjektiver Praxisfiguren bestimmen, sondern in den Individuen die abstrakte Objektivität einer Sprache »spricht«« (Lorenzer 1977, S. 170). Lautet doch Lacans berühmtes Diktum: »Das Unbewusste ist wie eine Sprache strukturiert« (1996, S. 26).
Entsprechend referiert denn auch der erste Hauptvortragende, Peter Widmer, über das »Sprachspiel als Diskurs. Lacans Algebra der Psychoanalyse«. Gemeint ist damit eine bestimmte Anzahl an Elementen (zwei Signifikanten, ein Objekt und ein Subjekt), aus denen sich nach Lacan ein Diskurs (lat. discursus, »Umherlaufen«) in formaler Hinsicht notwendigerweise zusammensetzt, wobei sich durch die metonymisch und metaphorisch bedingten Ordnungsmöglichkeiten dieser Elemente entsprechend unterschiedliche Diskurstypen modifizieren. Lacan unterscheidet zunächst vier verschiedene Diskurse: den Diskurs des Herrn, den Diskurs der Hysterie, den Diskurs der Psychoanalyse und den Diskurs der Universität. Grundsätzlich gemeinsam ist allen Diskursen, dass es ihnen - strukturbedingt - an einem absoluten Objekt des Begehrens, einem reinen Signifikanten bzw. absoluten Signifikat mang