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Mit seinen zahlreichen Veröffentlichungen über die Erforschung der Zusammenhänge zwischen Bindungsverhalten, Affektregulation und dem Einfluss auf frühe neurobiologische Entwicklungsvorgänge ist Allan Schore der englischsprachigen Fachöffentlichkeit schon seit langem bekannt. In den USA gilt der Wissenschaftler als führende Autorität der neuropsychoanalytischen Forschung. Durch die 2007 erschienene Übersetzung Affektregulation und die Reorganisation des Selbst (Orig. ) ermöglichte er auch dem deutschsprachigen Fachpublikum einen einfacheren Zugang. Mit dem vorliegenden Buch, von der ausgewiesenen Schore-Kennerin Eva Rass übersetzt und herausgegeben, bietet sich nun eine weitere Möglichkeit, sich mit Schores Forschung und Erkenntnisansatz vertraut zu machen.
Die schrittweise Annäherung an seine Originalschriften beginnt mit einer Auswahl von Buchbesprechungen. Die meisten Stellungnahmen kommen überein, dass Schore die frühe menschliche Entwicklung in einer ungewöhnlichen Tiefe und Breite erforscht hat. Befunde u.a. aus den Neurowissenschaften, der Evolutionsbiologie und der Bindungsforschung münden in einer Synthese, die belegt, wie stark Ereignisse der frühen Mutter-Kind-Dyade die Gehirnentwicklung nicht nur durch die Einwirkung auf neuronale Netze unausweichlich prägen; innerhalb ihrer vollzieht sich der ganze ontogenetische Entfaltungsprozess.
Im anschließenden Abschnitt kommt Schore durch vier verschiedene Interviewer selbst »zu Wort«. In seinem Theoriegebäude der Affektregulation werden wichtige Themenbereiche erörtert, durch die sich die drei nachfolgenden Originalarbeiten dem Leser besser erschließen.
Diese beginnen mit der Übersetzung seiner ersten Veröffentlichung von 1991 über »Die frühe Überich-Entwicklung«. Hier galt sein Forschungsinteresse dem frühen Schamerleben, das im Verlauf der Übungsphase im Prozess der Loslösung/Individuation (Mahler) durch affektive Dysregulation hervorgerufen werden kann und durch den Bruch in der Bindung mit dem physiologischen A