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Ernst Federn , zu Beginn des Ersten Weltkrieges, der »Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts« (G.F. Kennan), geboren und ein Überlebender des Holocaust, war der Sohn von Paul Federn , eines bedeutenden Wiener Psychiaters und Psychoanalytikers der ersten Stunde. Paul Federn entstammte dem liberalen jüdischen Bürgertum Österreichs, mit Rabbinern und Ärzten als Vorfahren. Er war Assistent in der Psychiatrischen und Neurologischen Klinik in Wien und bereits ab 1904 (fünftes) Mitglied des Kreises um Sigmund Freud, der sog. Mittwochs-Gesellschaft. Paul Federn bezeichnete sich selbst als »Unteroffizier der psychoanalytischen Armee« (was vielleicht auf seine militärische Vorgeschichte als Kavallerieoffizier anspielt) und wurde ab 1924 Freuds Stellvertreter in allen institutionellen Belangen. Er bildete auch eine große Anzahl von Lehranalysanden aus (darunter Wilhelm Reich und August Aichhorn). Im Jahr 1914 besuchte er die USA, hielt dort Vorlesungen und führte Analysen durch (Clarence Oberndorf, Smith Ely Jelliffe). Im Ersten Weltkrieg diente er als Militärarzt und wurde nach dem Krieg und dem Zusammenbruch der österreichischen k.u.k. Monarchie Mitglied der Sozialdemokratie. 1938 emigrierte er mit seiner Frau und den beiden älteren Kindern zuerst in die Schweiz und dann in die USA. In New York nahm er sich im Jahr 1950, wie so viele Exilanten, das Leben - er hatte früh an depressiven bzw. melancholischen Phasen und unter einem bösartigen Tumor gelitten, außerdem hatte der Tod seiner Frau Ende 1949 ihn schwer getroffen. Seine Hauptwerke waren u.a. Zur Psychologie der Revolution. Die vaterlose Gesellschaft (; in den 68er Jahren wieder viel gelesen und auf A. Mitscherlich einwirkend), »Zur Frage des Hemmungstraumes« , »Narcissism in the structure oft the ego« , »Das Ich als Subjekt und Objekt des Narzißmus« , Ego-Psychology and Psychosis . Er kann somit als einer der Begründer der Ich- und Selbst-Psychologie sowie als Pionier der psychoanalytischen Psychosebehandlung betrachtet we