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Vor dem Hintergrund der historischen Wurzeln der Schweigepflicht und Verschwiegenheit im Bereich der Heilkunde diskutiert der Autor zunächst Freuds Umgang mit der Diskretion. Unter Verweis auf den Umgang mit Geheimnissen in den Anfängen der Psychoanalyse bis hin in das gegenwärtige Informationszeitalter führt der Autor dann seine Hypothese ein, dass viele Schweigepflichtverletzungen - wie andere Grenzverletzungen - einem (meist unbewusst bleibenden) Muster folgen und letztlich Ausdruck einer individuell nicht erkannten und bewältigten Gegenübertragung oder sogar der Störung der Persönlichkeit sind, zugleich aber auch durch problematische Strukturen der psychoanalytischen Ausbildungsinstitute gefördert werden.