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Freud gelingt es, Humor nicht nur phänomenal und in seinen Funktionen zu beschreiben, sondern seine grundlegende psychische Struktur und die unbewusste Dynamik aufzuzeigen. Dabei entwickelt er, fast nebenbei, seine Konzeption des Überichs weiter, gibt diesem letztlich als innerem Objekt eine tröstende, beruhigende Aufgabe gegenüber dem Ich. In der vorliegenden Arbeit greift der Autor Freuds Vorstellungen auf und versucht, sie anhand einer klinischen Fallvignette zu konkretisieren und zu erweitern. Berücksichtigt werden sollen neben der von Freud beschriebenen »reifen« Form des Humors auch »unreifere« Formen, bei denen der Abwehrcharakter des Humors mehr im Vordergrund steht und das Übertragungs-/Gegenübertragungsgeschehen eine besondere Rolle spielt.