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Der Rückgang psychoanalytischen Nachwuchses ist eine gemeinsame Sorge vieler psychoanalytischer Fachgesellschaften. Gleichzeitig erfahren verhaltenstherapeutische Ansätze unter dem Label »evidenzbasierte Therapie« weite Verbreitung mit weitreichenden Konsequenzen für die universitäre Lehre. Um diese Entwicklung im Kontext der spezifischen Situation in Deutschland systematisch zu erforschen, wurde eine Querschnittsstudie durchgeführt, die Motiven von Psychologie-, Medizin- und Pädagogikstudierenden, sich für eine psychoanalytische oder eine verhaltenstherapeutische Ausbildung zu entscheiden, nachgeht. Sieben prototypische Entscheidungsfindungswege kristallisierten sich heraus. Mögliche Gründe für die Entscheidungen der Studierenden werden diskutiert und konkrete Vorschläge und praktische Empfehlungen aus den Ergebnissen abgeleitet.