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Die Autorin umreißt einige der Herausforderungen, vor die die psychoanalytische Arbeit in Zeiten der technologischen Kultur gestellt ist. Bei der therapeutischen Arbeit lässt sich beobachten, wie technologische Fortschritte und die in der zeitgenössischen Kultur vorherrschenden Wertvorstellungen es möglich und hinnehmbar erscheinen lassen, den Körper und seine Funktionen in der konkreten Realität und im virtuellen Raum zu modifizieren und mit Erweiterungen zu versehen. Diese Tendenz kann dazu beitragen, dass eine Spaltung zwischen Körper und Selbst entsteht, und zu einer für das 21. Jahrhundert spezifischen Form der verkörperten Subjektivität führen. Wenn das Virtuelle nicht mehr als Ausweitung des sogenannten Realen betrachtet, sondern eher eine Alternativoption zum Realen wird, entsteht eine problematische Situation. An einem Fallbeispiel zeigt die Autorin jedoch, wie der Cyberspace nicht nur dazu genutzt werden kann, Erfahrung zu verhindern, sondern auch dazu, psychische Entwicklung zu fördern. Daraus ergeben sich Folgerungen für die psychoanalytische Technik.