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Unzufrieden damit, dass über lange Jahre klinische Fallbesprechungen und publizierte Falldarstellungen einen Patienten so darstellten, als wäre kein Behandler mit im Raum; unzufrieden damit, dass Analytiker und Analytikerinnen offensichtlich etwas Hilfreiches und Produktives tun, das jedoch nicht unbedingt in den von ihnen vertretenen Theorien vorkommt; unzufrieden damit, dass so große Unterschiede zwischen den einzelnen Behandlerpersönlichkeiten bestehen und wir nicht wissen, wie sie denken und was genau sie tun - aus solchen und anderen Unzufriedenheiten haben sich weltweit beachtliche und beachtete Initiativen gebildet, diese Mängel mit psychoanalytischen Mitteln zu bearbeiten. Eine Studie stammte von David Tuckett zusammen mit einer Reihe von in der Psychoanalyse bekannten Namen (Tuckett, Basile, Birksted-Breen, Böhm, Denis, Ferro, Hinz, Jemstedt, Mariotti & Schubert 2008); ich habe sie in meinem Psycho-News-Letter 72 vom November 2008 (dgpt.de) ausführlich dargestellt. Tuckett orientierte seine Arbeitsgruppe darauf, nicht zu untersuchen, was mit einem Patienten los sei, und sich dann als »besserer Behandler« zu positionieren (was er die »supervisorische Position« nannte), sondern zu verstehen suchen, wie der jeweilige Behandler denke und welche Überlegungen seine Behandlungsschritte leiten. Diese wichtige Umorientierung geht auf Joseph Sandlers einflussreiche Impulse zurück; sie fielen mittlerweile auf fruchtbaren Boden. Zwei andere Versuche sollen hier besprochen werden.
Ebenfalls schon vor einigen Jahren hat sich eine EPF-initiierte Arbeitsgruppe »Working Party on Theoretical Issues« unter der Leitung von Jorge Canestri (2006) zusammengefunden. Deren interessante und beachtliche Arbeitsergebnisse liegen in diesem neueren Buch vor. Sie können verglichen werden mit dem, was die Gruppe um Joachim Danckwardt erarbeiten konnte. Gemeinsam ist beiden Publikationen, dass sie ein wachsendes Interesse daran dokument