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Anna Freud und August Aichhorn haben ein ganz besonderes Verhältnis zueinander gehabt. Ob es Freundschaft, Liebe, Kollegialität, gegenseitige Bewunderung oder noch viel mehr war, das galt bisher als rätselhaft. Nun kann jeder sich seine eigene Antwort darauf geben.
August Aichhorns Enkel, Thomas, selbst Psychoanalytiker, hat alle erhalten gebliebenen Briefe zusammengetragen und dazu zahlreiche, vielfach bisher unbekannte Quellen erschlossen. Das Ganze hat er mit einem überaus reichen und kundigen Anmerkungsapparat versehen. Da es jedenfalls bislang keine Biographie Aichhorns gibt, ist dieses Buch ein sehr guter Ersatz dafür.
Eigentlich beginnt die Geschichte der Beziehung zwischen Anna Freud und August Aichhorn im verwahrlosten Flüchtlingslager Hollabrunn, obwohl sich die beiden dort nie begegnet sind. Tatsächlich hatte die erste Begegnung in St. Andrä stattgefunden, aber beide verwechseln das in ihren Briefen manchmal.