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Aus der Sicht eines schwulen Psychoanalytikers reflektiert der Vortrag das schwierige Verhältnis der organisierten Psychoanalyse zur männlichen Homosexualität und zu den homosexuellen Männern, von der frühen Pathologisierung der Homosexualität bis zu deren zumindest offiziellem Ende. Er macht dabei auf die verpassten Gelegenheiten aufmerksam, als die DPV die Möglichkeit gehabt hätte, aus sich heraus ihr Verhältnis zur Homosexualität zu klären, bevor die internationale Entwicklung, vor allem in den USA und in der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung, sie dazu gedrängt hat. Die Frage der Zulassung resp. Nicht-Zulassung homosexueller Männer zur psychoanalytischen Ausbildung zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte der Psychoanalyse, von den Anfängen der organisierten Psychoanalyse in Deutschland bis in die Gegenwart der Debatten in der DPV unter dem Stichwort »sexuelle Vielfalt«.