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Ausgehend von einer analytischen Behandlung mit einer chronisch schweigenden Patientin untersucht die Autorin einige Konzepte, die es möglich machten, sich einem Verstehen der paradoxen Situation des Schweigens in einer Redekur anzunähern und in einem emotionalen Kontakt mit der Patientin zu bleiben. Chronisch schweigende Patienten schaffen eine scheinbar ausweglose Situation, in der der Analytiker aufgefordert ist, trotz eines hohen Maßes an Nicht-Wissen Deutungen zu formulieren, die wegen der nur spärlichen Möglichkeit des »listening to listening« (Faimberg) noch weniger überprüfbar sind, als es sonst in Analysen der Fall ist. Das gilt gleichermaßen für das Wissen bzw. Nicht-Wissen darüber, wie Patienten das Schweigen des Analytikers hören. Beides untersucht die Autorin in Bezug auf die behandlungstechnischen Herausforderungen. Das paradoxe Phänomen, dass der schweigende Rückzug des Patienten den Analytiker in einen dichten emotionalen und nachdenkenden Kontakt mit ihm bringen kann, diskutiert die Autorin anhand eines Vergleichs zwischen chronischem Schweigen als Charakterwiderstand und dem von Freud beschriebenen »Stocken der Einfälle« in seiner Arbeit »Zur Dynamik der Übertragung«.