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Borderline-Patienten präsentieren klinisch oft spezifische Ängste, die neurotischen oder psychotischen Ängsten ähneln können, aber in mancherlei Hinsicht von ihnen verschieden sind. Eine solche Angstkonstellation wurde von Henry Rey als agora-klaustrophobes Dilemma beschrieben, in dem der Patient weder die Nähe noch die Getrenntheit von seinen Objekten ertragen kann. In der vorliegenden Arbeit wird diese Angstkonstellation als Folge von Schwierigkeiten beim Aufbau des psychischen Raumes beschrieben, die dazu führen, dass Gefühle des Eingeschlossenseins mit Gefühlen der Verlassenheit und Leere in rascher Reihenfolge abwechseln. Anhand klinischer Vignetten werden die zugrundeliegenden Vorgänge illustriert, die häufig mit einer eingeschränkten Fähigkeit zur Symbolisierung und Wiedergutmachung einhergehen. Klinisch zeigen sich diese Phänomene in charakteristischen Übertragungs-/Gegenübertragungskonstellationen, die diagnostisch wegweisend sein können und zugleich erhebliche behandlungstechnische Probleme aufwerfen.