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Die Autoren gehen der Frage nach, inwieweit der menschliche Körper mittels einzelner Körperteile und -fragmente wahrgenommen und dargestellt wird. Dazu untersuchen sie das Phantasma des zerstückelten Körpers (»corps morcelé«) in Phasen psychotischer Desintegration und die Inszenierung des menschlichen Körpers und seiner Teile in klassischen Mythen, im postmodernen Splatterfilm und in Werken der bildenden Kunst. Ein zusätzlicher Abschnitt befasst sich mit der Körperlichen Zergliederung als wichtigem Erkenntnisparadigma in der Medizin und ihrem Einsatz auf dem Gebiet der Transplantationsmedizin. Ein klinisch-psychopathologischer Teil vermittelt einen Eindruck von der Symptomatik des fragmentierten Körperbildes in der Schizophrenie. Die Untersuchung des sehr heterogenen Materials kommt zu dem Schluss, dass die Frage nach der Ganzheit des Menschen und seiner Desintegration an eine urmenschliche Angst, aber auch eine Fähigkeit zur Oszillation zwischen Teil und Ganzem rührt, derer sich die untersuchten Bereiche auf je sehr eigene Weise annehmen. Darüber hinaus wird deutlich, dass das psychotische Erleben des zerstückelten Körpers insbesondere vom metonymischen Phänomen des Pars pro Toto des sexuellen Fetischismus abgegrenzt werden muss.