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Anders als etwa zu bildnerischen und plastischen Medien steht die Sprache zur Musik in einem Ursprungsverhältnis, da die Wortsprache aus Klang entsteht. Zu dem, was sie ist, entwickelt sich Sprache jedoch in Emanzipation vom Klangereignis, sie wird Schrift und Zeichen. Heute hat sich der Sprachbegriff auf alle Arten von Zeichenverhältnissen (Codes, Symbole, Signifikationen etc.) erweitert; zugleich sucht sich die Musik, deren Entwicklung sich in Europa eng an der Sprache orientiert hatte, in der Moderne von allen sprachlichen Eigenschaften zu befreien. Hinter der Frage nach dem Verhältnis von Musik und Sprache taucht daher heute die Frage nach dem Verhältnis von Ereignis und Zeichen auf, das aufgrund der hierin aufscheinenden, einander aufhebenden Zeitkonstitutionen - dynamische versus statische Zeit - als antinomisches Verhältnis zu kennzeichnen ist und auf die Antinomie der in der Einheit der Wahrnehmung interferierenden Horizonte des sehenden und des hörenden Wahrnehmens verweist. Dieser Befund stellt die Freud'sche Metapsychologie infrage, insofern diese auf dem Grundgedanken der Repräsentation aufbaut.