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In seinem Artikel über die Freud-Editionen in deutscher Sprache im diesjährigen Juni-Heft der Psyche stellt Michael Schröter fest, es fehle in der Taschenbuchausgabe und in der Reprint-Ausgabe der Studien über Hysterie von Josef Breuer und Sigmund Freud der editorische Apparat der Standard Edition (S. 555, Fn. 7). Das trifft für diese beiden Editionen zwar zu. Aber: ich selbst habe große Teile der editorischen Kommentare von James Strachey für den S. Fischer Verlag übersetzt. Diese Kommentare stehen, zusammen mit seiner mehr als zwanzig Seiten umfassenden »Editorischen Einleitung« und weiteren Dokumenten zu den Studien, im III. Teil des 1987 erschienenen Nachtragsbandes zu den Gesammelten Werken (S. 196-310). Schröter erwähnt diesen Nachtragsband mehrfach (S. 555, 556, 562, 566), hat ihn vermutlich genau gelesen, warum dann diese Auslassung?
Was die beiden anderen Fischer-Ausgaben der Studien über Hysterie betrifft, eben die Taschenbuchausgabe und die Reprint-Ausgabe, könnte der Leser des Artikels den Eindruck gewinnen, sie seien ohne jegliche editorische Beigabe nur zur »Vermarktung«, wie Schröter sich ausdrückt, herausgebracht worden. Tatsächlich enthält die Taschenbuchausgabe solide, knappe editorisch-bibliographische Angaben, insbesondere aber eine Einleitung des renommierten, kürzlich verstorbenen Hysterie-Forschers Stavros Mentzos (1991), in der er die Modernität der Studien nachweist. Warum wird das nicht erwähnt?
Unerwähnt lässt Schröter auch den grundlegenden Essay »Urbuch der Psychoanalyse«, den Ilse Grubrich-Simitis (1995) dem Reprint der Erstausgabe der Studien mitgegeben hat. Dieser Text hat die historische, auch editionsgeschichtliche sowie inhaltliche Kontextualisierung des revolutionären Werks wesentlich bereichert. Noch andere der vielen Beiträge bleiben unerwähnt, die wir ihrer jahrzehntelangen Arbeit für Freuds Werk verdanken. Sie haben dessen Wiederansiedlung hierzulande entscheidend gefördert. Wer sich für Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der