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Dirk von Boetticher behandelt ein zentrales Thema der psychodynamisch ausgerichteten psychosozialen Medizin, nämlich die im Mittelpunkt der Behandlung stehende Beziehung zwischen Patient und Therapeut. Obgleich der Schlüsselbegriff der »Beziehung« im Selbstverständnis der psychotherapeutisch orientierten Medizin von außerordentlicher klinischer Bedeutung ist, erscheint er doch vor dem Hintergrund verschiedener psychotherapeutischer Schulen und Therapieausrichtungen im wissenschaftlichen Sprachgebrauch oftmals recht unbestimmt und hinsichtlich seiner empirischen Operationalisierbarkeit wenig präzise. Zentrales Anliegen des Autors ist es daher, den Facettenreichtum von »Beziehung« in einer sich ausdrücklich als Beziehungsmedizin verstehenden psychosozialen Medizin praxisorientiert aufzuzeigen. Dabei beleuchtet von Boetticher die spezifischen Eigenarten behandlungsrelevanter Affekte in so unterschiedlichen medizinischen Gebieten wie Psychosomatik, Psychose, Trauma und Suizidalität, die er in den Kontext von aktuellen