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Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Kreativität aus psychoanalytischer Sicht. Kreativität wird zunächst als eine Krise vorgestellt, da zum kreativen Prozess notwendig das Loslassen, das Überschreiten und Verabschieden gehören. Die Voraussetzungen für die produktive Krise werden in der Leiblichkeit, der Imagination, einer besonderen Zeitlichkeit und schließlich in der Kraft des Negativen gesehen. Im zweiten Teil wird erarbeitet, welche Beziehungsvoraussetzungen diese Krise ermöglichen, indem sie das Loslassen durch ein bewahrendes Moment ermöglichen. Dabei geht es insbesondere um das immer neu auszuhandelnde Verhältnis von Bezogensein und Alleinsein. Kreativität wird durchgängig auf die therapeutische Situation, vornehmlich in der Psychoanalyse, aber auch in der psychiatrischen Praxis bezogen.