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Untersucht wird die Rolle der im Nationalsozialismus emigrierten Psychoanalytikerin Paula Heimann (1899-1982) als sogenannte »Patin« der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung bei der Wiederetablierung der Psychoanalyse in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Begegnung der DPV-Psychoanalytiker mit renommierten IPA-Kollegen, oftmals ehemalige Emigranten, in den fünfziger, sechziger und siebziger Jahren ist eine historische Situation mit einer ganz besonderen Dynamik, der sich der Artikel mit Fokus auf Leben, Werk und Wirkung Paula Heimanns nähern will. Dabei geht es zum einen um die fachliche Auseinandersetzung der bundesdeutschen Psychoanalytiker mit der Lehrerin Heimann und ihrem Werk: Auffällig ist hierbei eine deutliche Diskrepanz zwischen der theoretischen Rezeption ihrer Schriften und der tatsächlich praktizierten psychoanalytischen Haltung, wie sie an den Instituten der DPV vermittelt wurde. Zum anderen geht es um die zu jener Zeit noch vermiedene persönliche Auseinandersetzung mit Heimann als jüdischer Emigrantin, die ebenfalls noch vermiedene Konfrontation mit der Geschichte der eigenen Profession im Nationalsozialismus und die Konsequenz aus diesen Vermeidungen für die Psychoanalyse in Deutschland.