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Karola Brede vermutet, ich hätte in Erwägung gezogen, die kritischen Kommentare zu meinem Essay seien aus einer »sexuellen Bedürftigkeit« der Kritiker entstanden. Es ist mir schleierhaft, wie man in meine Paraphrase eines Satzes von Franz Werfel (es gebe zwei Grundmotive des Menschen: Sexualität und das Bedürfnis, sich anderen moralisch überlegen zu fühlen) einen solchen (Un-)Sinn hineindeuten kann. Ich habe allerdings aus den Kommentaren ein moralisches Superioritätsbedürfnis herausgelesen.
Brede unterstellt mir, ich benutzte epidemiologische Untersuchungen, um persönlichen Unmut über Kritik am Neoliberalismus »loszuwerden«. Es fällt schwer, an solchen Äußerungen etwas Sachliches zu entdecken. Ein gegenseitiges Verständnis scheint nicht möglich zu sein. In solchen Situationen ist es erfahrungsgemäß das Beste, weitere Diskussionen auf sich beruhen zu lassen.
Kontakt: Dr. phil. habil. Martin Dornes, Humboldtstr. 5, 60318 Frankfurt/M.
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