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Das Buch besteht im ersten Teil aus einem ausführlichen fiktiven Dialog zwischen Frank Dammasch und Ilka Quindeau sowie einer interessierten Psychotherapeutin, die den beiden Herausgebern Fragen über biologische, psychische und soziale Entwicklungsprozesse von Jungen stellt. Der zweite Teil handelt von neun Darstellungen von Therapien männlicher Patienten, die von Psychoanalytikern zur Verfügung gestellt und jeweils von einem Kollegen des anderen Geschlechts diskutiert und in einem abschließenden Gespräch noch einmal reflektiert werden.
Um es vorweg zu sagen: Sowohl das Gespräch zwischen den beiden Herausgebern als auch die anschließenden Diskussionen der Falldarstellungen sind nicht nur vorzüglich gelungen, sondern sie bieten auch ein hervorragendes Format, das sich wohlwollend von manchen langatmigen Monographien unterscheidet. Denn die vor allem im Geschlechterdiskurs nahezu ubiquitär auftauchenden verkörperten Spannungen finden hier eine ansprechende Ausdrucksform, bringen die Unterschiede, aber natürlich auch Annäherungen kontroverser Standpunkte und Gemeinsamkeiten auf spannende Weise für den Leser auf den Punkt. So möchte man das Buch fast in einem Zug lesen, weil die einzelnen Falldarstellungen und Auffassungen ein solch fesselndes