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Unbewusste Phantasien bilden für die Autorin eine Untergruppe des Bereichs der mentalen Repräsentationen, und zwar derjenigen, die mit widersprüchlichen Wünschen, Affekten und Abwehrmanövern zusammenhängen. Diese Auffassung verankert das Konstrukt der unbewussten Phantasie in einem Modell der Psyche, das mit modernen Auffassungen der Kognitions- und Entwicklungspsychologie sowie der Philosophie des Geistes im Einklang steht, und ermöglicht es Psychoanalytikern, einen Dialog mit diesen Disziplinen aufzunehmen. Das Ergebnis ist eine prinzipalisierte Version des theoretischen Pluralismus. Anhand von veröffentlichtem Fallmaterial kleinianischer Psychoanalytiker sowie Beschreibungen aus der Perspektive der präzisen Prozessbeobachtung und der Selbstpsychologie demonstriert die Autorin, dass dieses neudefinierte Konzept der unbewussten Phantasie zwei wichtige Formen analytischer Interventionen abdeckt: die Inhalts- und die Prozessdeutungen.