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Ein Überblick über die Beiträge zur psychoanalytischen Theorie würde zeigen, dass der Begriff »Phantasie« in unterschiedlichen Zeiten von unterschiedlichen Autoren in vielfältigen Bedeutungen verwendet worden ist. Im Vergleich zu seinen frühesten Bedeutungen hat sich das heutige Anwendungsspektrum erheblich erweitert.
Größtenteils ist diese Erweiterung bisher implizit geblieben. Die Zeit ist reif, die Bedeutung und die Definition des Begriffs detaillierter zu überdenken.
Weitet sich die Bedeutung eines technischen Begriffs in dieser Weise aus, ob gezielt oder unbedacht, dann hat das in der Regel gute Gründe – dann sind es die Fakten und die folglich erforderlichen theoretischen Umformulierungen, die das verlangen.2 Es sind die Beziehungen zwischen den Fakten, die in unserem Denken einer näheren Betrachtung und Klärung bedürfen. Dieser Aufsatz beschäftigt sich größtenteils mit der Definition von »Phantasie«, d.h. mit der Beschreibung von Tatsachenreihen, die wir mit der Verwendung des Begriffs leichter erkennen, organisieren und zu anderen bedeutsamen Tatsachenreihen in Beziehung setzen können. Der Hauptanteil dessen, was nun folgt, besteht aus einer solchen sorgfältigeren