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Der Titel des Buches verspricht Einblicke in einen innovativen Forschungsbereich und die Kooperation zweier unabhängiger Wissenschaften. Der Untertitel Chancen - Grenzen - Kontroversen deutet eine kritische und differenzierte Betrachtung an. Alle fünf Autoren - Experten unterschiedlicher Fachgebiete - forschen aktiv auf dem Gebiet der Neuropsychoanalyse. Das ausgeprägte Interesse an dieser interdisziplinären Forschung sowie die verschiedenen Möglichkeiten, im Rahmen dieser Kooperation Erkenntnisse zu gewinnen und zu interpretieren, werden in den einzelnen Beiträgen deutlich.
Das Buch besteht aus zwei Teilen. Der Schwerpunkt des ersten Teils liegt auf der Einführung in das Thema sowie auf methodischen Fragen und Perspektiven. Im zweiten Teil sollen anhand von Traum, Trauma und Gedächtnis die konzeptuelle Weiterentwicklung und klinische Anwendung der Neuropsychoanalyse vorgestellt werden. Jedes der insgesamt acht Kapitel wird mit einer Zusammenfassung der vorherigen Kapitel und drei bis fünf Lernzielen eingeleitet. Die Kapitel enden mit zwei bis drei weiterführenden Fragen.
Kapitel 1 arbeitet die Relevanz der Neuropsychoanalyse von Freud bis heute heraus und stellt Übersichtsarbeiten sowie eine Auswahl aktueller Veröffentlichungen und laufender Projekte vor. Als fruchtbare Bereiche der Zusammenarbeit werden vor allem Psychotherapieforschung, psychoanalytische Konzeptforschung sowie psychoanalytische Entwicklungsforschung vorgestellt. Das Kapitel gibt einen guten Überblick über den Status quo dieser Forschungsgebiete. Der Dialog mit den Neurowissenschaften soll der Weiterentwicklung der Psychoanalyse dienen; eine Verschmelzung dieser Wissenschaften wird dagegen abgelehnt und vor Überschätzung und Idealisierung der Kooperation gewarnt. Im zweiten Kapitel wird, ausgehend von Freuds Verhältnis zu den Neurowissenschaften, die Geschichte der Neuropsychoanalyse nachgezeichnet. Entlang der Arbeiten herausragender Wissenschaftler werden Methoden und Erkenntnisse im Bereich der N