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Die Lektüre ausgewählter neurologischer Schriften Freuds soll vor Augen führen, dass die als »voranalytisch« geltenden Arbeiten nicht nur historischen Wert haben. Auf der Grundlage seines neurohistologischen Fachwissens entsteht die Monographie »Zur Auffassung der Aphasien«, in der Freud ein Sprachmodell entwirft, das seine therapeutische Aufmerksamkeit in eine neue Richtung lenkt. Die Beobachtung, dass körperliche Sensationen bei der hysterischen Konversion (Schmerzen, Lähmungen) nur gleichsam somatisch sind, öffnet daraufhin die Tür zum Unbewussten. Die Betrachtung des »Signorelli«-Beispiels belegt, dass die Analyse von Versprechern und Fehlleistungen sowie das Konzept des Primärprozesses auf jener impliziten Linguistik basieren, die auf die Aphasiestudie zurückgeht.